songs und stories


Der Probentag wurde in Freutag umbenannt.
Außerdem “under-skin symphony” wird beackert.
tattooladen
Das Stück handelt von der Liebe zu einer sehr begehrten Tätowiererin dem “tattoo girl” und entspringt dem langgehegten Wunsch einen Roman in diesem Umfeld zu schreiben. Wär ja nicht der erste…

she wants her daily blood
touching me where no hand can go
her needle was getting hot
with every inky shot

Wie immer bin ich Jahre zu spät. John Irving war leider schneller. In seinem Buch “Bis ich dich finde” ist die Mutter des Romanhelden ein tattoo girl.
Aber das tut der Sache keinen Abbruch. Es wird ein echter Shorty song - also mit Genrewechsel mitten im Stück. Welche Musikgenre wird nicht verraten, dazu muß man eines unserer Konzerte besuchen.

Mehr zu Christian und Tattoos hier.

Kaum stehen wir zusammen in unserem Probekeller, beginnt es neue Stücke zu hageln:

“Gosh!” - sollte eigentlich mal ein schnulziges Liebeslied werden, plötzlich ist es im Pixies-Style zum Spaßbringer neugeoren.

“last fading” bekommt den ShortySchliff und einen psychadelischen Mittelteil verpaßt.
Es handelt von einem Mann, der seinen Liebeskummer dadurch zu bekämpfen versucht, dass er sich 6 Monate auf ein großes Conatainerschiff begibt. Immer schwankend zwischen Aufgabe und neuer Hingabe.

naturalbornlosercover

(kleiner visueller Versuch, bin aber noch nicht zufrieden)

“natural born loser” ein Reggae, der zwei Afrikanern gewidmet ist. Beide versuchen sich aus dem tragischen Gefüge, das die westliche Welt für sie vorgesehen hat zu lösen. Der eine, ein Prinz aus Ghana, versucht mit seinem Internetcafé sein Glück in Berlin. Der andere Dockarbeiter und Schweißer in Detroit versucht sich als der schwarze Elvisimitator - mit hervorragende Stimme.
In der 4. Strophe geht es um den Viktoriasee und den schrecklichsten Fisch den Viktoria-Barsch (bitte nie kaufen!) - das ist Imperialismus pur: eine von westlichen Forschern erfundene Züchtung räubert den See leer und die Arfikaner stehen mit der Öko-Katastrophe alleine da.

Wenn wir so weitermachen, dann ist das Programm in einer Rekordzeit beisammen.

cover demolition lobster
(c) Christian Schmidt-David
So war es:
Ich stand ahnungslos am Vormittag in der Küche, und grübele so über meine Hummerzucht nach, da plötzlich war dieses Bild: ein HighWay, eine dunkle Straße (nicht wie oben) sondern in der Nacht, einsam und verlassen, kurvt dieses Auto durch die Straßen. Am Steuer ein Typ wie Tom Waits, der einfach nur fährt. Der Kofferraum hat seltsame Ausbuchtungen und diese werden immer mehr, drinnen scheint jemand mit irrsinnigen Kräften gegen das Blech zu bollern.
Was um Himmels willen ist da drin:

The demolition lobster only comes out at night
she is a wild girl looking for a little fight
only a snip and the meal is ready
you should hide your kids and your daddy

Bitte fragt mich jetzt niemand danach, wie ich darauf komme. Fantasie!
Der Rest der Strophen ist schnell gemacht, der “driver” ein armer Tropf, der seinen Meister von einer blutigen Veranstaltung zur nächsten fährt - weshalb ich den song zunächst “halloween trunk” nennen wollte - fährt und fährt, manisch getrieben von der unsichtbaren Macht in seinem Kofferraum.

In der letzten Strope, dann noch der Hinweis, dass der “driver” vielleicht gar nicht so unschuldig ist am Inhalt seines Kofferraumes (”Jeanny” läßt grüßen)…

Was auch immer für ein Musikstück daraus wird, das Cover für die Single-CD ist schon mal fertig…

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